Migräne: Auslöser und Behandlung

Was genau ist eigentlich Migräne?

 

Migräne sind starke Kopfschmerzen, die meist stechend oder pochend auftauchen. Manche Menschen leiden nur wenige Male im Jahr unter ihnen, andere plagen sie mehrmals die Woche. Die Schmerzen können dabei von wenigen Stunden bis zu zwei Tage andauern. Meistens kommen weitere Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Überempfindlichkeit auf Licht und Gerüche hinzu. Auch Sehstörungen können auftreten. Des Weiteren werden die Schmerzen durch Bewegung häufig schlimmer, weswegen Betroffene bettlägerig sind.
Migräne ist sehr weit verbreitet. Fast jeder Erwachsene gibt an, schon einmal Probleme mit Migräne gehabt zu haben. Allerding leiden öfter Frauen an den Beschwerden. Auch bei Kindern und älteren Menschen treten die Migräne gelegentlich auf.

Was sind die Ursachen der Migräne?


Für die lästigen Beschwerden der Migräne lässt sich eine einfache Erklärung finden. Es ließ sich feststellen, dass die Kopfschmerzen auf einer überempfindlichen Hirnrinde beruhen. Dadurch kann das Gehirn nicht ausreichend vor Reizen geschützt werden. Auch der Mangel an bestimmten Botenstoffen spielt hier eine Rolle. So fehlen im Gehirn bei Menschen, die an Migräne leiden, oft Serotonin und Noradrenalin. Des Weiteren können auch die Gene für die Anfälligkeit für Migräne verantwortlich sein. So lässt sich erklären, dass die Krankheit oft ein familiäres Problem ist.
Zwar ist das Gebiet der Migräne noch nicht vollständig erforscht, trotzdem gelten sogenannte Trigger als Auslöser für die Beschwerden. Trigger können die verschiedendsten Dinge sein. Manche Menschen reagieren auf einen plötzlichen Wetterumschwung, manche auf einen Geruch oder extremen Stress. Stress kann auch durch Schlafmangel oder einen unregelmäßigen Schlafrythmus entstehen. So kann zum Beispiel eine Party zum Migräneauslöser werden.
Besonders bei Frauen spielen die Hormone auch eine wichtige Rolle. Während der Menstruation leiden zahlreiche Frauen an Migräne, da der Hormonhaushalt durcheinander gerät.

Wie kann man die Migräne behandeln?


Wenn man die Migräne behandeln möchte, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sollen die Beschwerden während eines Migränefalls gelindert werden oder es soll vorbeugend behandelt werden, um den Schmerzen entgegenzuwirken. Bei der ersten Möglichkeit kann man schmerzlindernde Medikamente nehmen, die die Kopfschmerzen reduzieren. Gut geeignet sind hier zum Beispiel Ibuprofen oder Naproxen. Gleichzeitig kann man Medikamente gegen Übelkeit einnehmen, falls diese benötigt werden. Es gibt auch spezielle Mittel, die bei Migräne genommen werden können. In diedem Fall sollte man sich allerdings von einem Arzt beraten lassen.
Wenn man nicht davon überzeugt ist, Medikamente zu sich zu nehmen, gibt es eine weitere Möglichkeit der Migräne entgegenzuwirken. Entspannungsmethoden sind hier eine gute Möglichkeit. Da die Krankheit oft durch Stress ausgelöst wird, sollte man versuchen, diesen zu reduzieren. Dies kann man vor allem durch Ausdauersport, Meditation oder Akupunktur erzielen. Dabei gelten vor allem die klassische chinesische Nadel-Akupunktur oder die Sham-Akupunktur, bei der die Nadel nicht so tief in die Haut eindringt, als vielversprechend. Allerdings sollte vor einer Therapie durch Akupunktur zuerst von einem Arzt festgestellt werden, welche Art von Kopfschmerz beim Betroffenen vorliegt, da die Beschwerden sonst im schlimmsten Fall noch verstärkt werden könnten.